Unser Name auf unserer Halle

Seit Anfang September trägt die denkmalgeschützte Hochspannungshalle in Dresden-Übigau den Schriftzug HIGHVOLT. Für uns ist das mehr als ein neues Logo auf dem Dach: Es ist das sichtbare Zeichen einer Geschichte, die vor über 120 Jahren begann und die wir hier jeden Tag weiterschreiben.

Ein Bauwerk, das Maßstäbe setzte

Wer die Halle zum ersten Mal von innen sieht, bleibt stehen. 55 Meter lang, 40 Meter breit, 29 Meter hoch: Als die Architekten Paul Michael und Paul Voges sie Anfang der 1950er-Jahre errichteten, war sie der größte monolithische Industriebau Europas. Eine Montagegrube in der Hallenmitte erweitert die nutzbare Höhe sogar auf 34 Meter. Dieser Platz wurde gebraucht, um Prüfanlagen für die höchsten Spannungen ihrer Zeit zu bauen und zu testen. Unter den Beschäftigten hieß sie lange liebevoll „Professor-Dr.-Stamm-Gedächtnishalle“. Namensgeber war Hans Stamm, der das Werk von 1946 bis 1953 leitete und später Rektor der Hochschule für Elektrotechnik in Ilmenau wurde. Heute steht die Halle unter Denkmalschutz und ist für viele, die auf der A4 an Dresden vorbeifahren, ein vertrauter Orientierungspunkt.

Drei Schriftzüge, eine Linie

Auf dem Dach standen im Laufe der Jahrzehnte drei Namen, und jeder steht für ein Kapitel derselben Geschichte. In den 1960er-Jahren prangte dort das Kürzel TuR. Der VEB Transformatoren- und Röntgenwerk führte die Tradition von Koch & Sterzel fort, lieferte Hochspannungsprüfanlagen bis in die Sowjetunion, nach Asien und in den arabischen Raum und wurde auf der Leipziger Messe mit 34 Goldmedaillen ausgezeichnet. Nach der Wiedervereinigung übernahm Siemens den Standort. 1992 investierte Siemens rund 2,2 Millionen D-Mark in die Sanierung des Hallendachs und setzte mit den großen Lettern ein weithin sichtbares Zeichen für den industriellen Neuanfang in Dresden. Ohne dieses Engagement stünde die Halle heute nicht so da, wie sie dasteht.1995 wurde der Geschäftsbereich Hochspannungsprüftechnik als eigenständiges Unternehmen ausgegründet: HIGHVOLT. Seitdem arbeiten wir in dieser Halle und auf dem benachbarten Gelände. Die Dachfläche war über eine langjährige Vereinbarung weiterhin an Siemens vergeben. Seit diese ausgelaufen ist, steht nun auch dort, wer die Halle mit Leben füllt.

Was in der Halle passiert

In Dresden kennt fast jeder die Halle, aber nur wenige wissen, was darin entsteht. Hier entwickeln, bauen und prüfen wir Systeme, mit denen Transformatoren, Schaltanlagen und Hochspannungskabel ihre Bewährungsprobe bestehen, bevor sie ans Netz gehen. Rund 95 Prozent davon gehen in den Export. Wo auf der Welt Energienetze gebaut oder erneuert werden, steht oft ein System aus unserem Hause. Und die Tradition des Vorangehens ist alt: 1923 kam von hier der erste 1-MV-Prüftransformator Europas, 1990 das damals weltweit größte Freiluftprüfsystem. 2020 folgte das weltweit stärkste Resonanzprüfsystem. Mehr als 320 unserer mobilen Kabelprüfsysteme sind heute rund um den Globus im Einsatz. Mit unserer Mess- und Monitoringtechnik für Hoch- und Mittelspannungskabel setzen wir gerade neue Standards, damit Fehler gefunden werden, bevor ganze Regionen ohne Strom sind. Seit 2002 sind wir Teil der Reinhausen-Gruppe. Mit unserem neuen Produktionsstandort in Klipphausen und einem starken Personalaufbau wachsen wir mit einem Markt, den die Energiewende weltweit antreibt.

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Mitmachen, vorbeischauen, dabei sein

Der neue Schriftzug ist für uns auch eine Einladung, und zwar gleich in mehrere Richtungen: An alle, die Zukunft gestalten wollen: Wir suchen Ingenieure, Monteure, Wickler, Servicetechnikerinnen und viele mehr. Wer an der Energiewende nicht nur mitreden, sondern mitbauen will, findet bei uns Arbeit mit echter Wirkung. 

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Wir sind stolz auf dieses Haus, auf seine Geschichte und auf alle, die sie über Jahrzehnte geprägt haben. Und wir freuen uns auf die nächsten Kapitel.

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